Korsett

Ein Korsett lässt immer noch Platz für die Wünsche des Patienten

Von Butz & Schulz

Stabilität und Körperhaltung werden durch ein Korsett wirkungsvoll verbessert

Rückenschmerzen gelten als weithin verbreitete Volkskrankheit in Deutschland. Eine verkrümmte Wirbelsäule (Skoliose) kann dauerhafte Probleme bereiten. Mit einem Korsett als stabile Stützkonstruktion bekommt der Rücken wieder Halt. Ziel einer Therapie ist es, das fortschreitende Verkrümmen zu verhindern und zu korrigieren.

Wichtigstes Kriterium für die Skoliosetherapie ist die Gradzahl, um die sich die Wirbelsäule aus der Achse geschoben hat. Bei einer fortgeschrittenen Verkrümmung der Wirbelsäule zwischen 20 und 40 Grad empfehlen die Ärzte in der Regel ein Korsett, das täglich ausreichend lange getragen werden muss. Dies geschieht am wirksamsten bei Kindern und Jugendlichen, um das Wachstum zu lenken. Erwachsene können mit aktiven Rumpforthesen ebenfalls die Haltung verbessern und Schmerzen lindern.

Mehr Stabilität

Die Bezeichnung Korsett (französisch „corset“, abgeleitet aus dem Altfranzösischen „cors“, Körper) kommt aus dem Modebereich. Das zur Unterbekleidung gehörige und eng am Oberkörper anliegende Kleidungsstück soll den Körper der jeweils geltenden Modelinie entsprechend formen. In der Medizintechnik geht es beim Korsett vor allem darum, Stabilität und Körperhaltung mit einem orthopädischen Stützapparat wirkungsvoll zu verbessern. Das Korsett fixiert aktiv den Becken- und Schultergürtel des Patienten und korrigiert die Wirbelsäule passiv durch verschiedene Druck- und Entlastungszonen. Passive Rumpforthesen sind sogenannte Stützkorsetts, die vorrangig die Aufgabe haben, Schmerzpatienten und Patienten mit instabilen Wirbelsäulen zu entlasten und zu unterstützen.

Der Orthopädietechniker fertigt das persönliche Korsett eines Patienten maßgeschneidert an. Zuerst formt er einen Gipsabdruck und wählt dann aus verschiedenen Kunststoffen, Carbon- oder Glasfasern den passend en Werkstoff aus. Der Experte passt das fertige Korsett individuell an und begleitet den Patienten bei den ersten Praxisübungen. Mit der vorgegebenen Korrekturstellung lässt sich das weitere Wachstum der Wirbelsäule beeinflussen. Ein Fortschreiten der Wirbelsäulenverkrümmung lässt sich somit aufhalten.

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Von Butz & Schulz

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