Plastische Chirurgie

Plastische Chirurgie

Von Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Spies

Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Spies

Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Spies ist Chefarzt der Abteilung für Plastische, Hand- und wiederherstellende Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg.

Mitgliedschaften:

  • Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
  • Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH)
  • Deutsche Gesellschaft für Senologie
  • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

Leistungsspektrum:

  • Wiederherstellende Chirurgie
  • Handchirurgie
  • Ästhetische Chirurgie
  • Verbrennungschirurgie
  • Zentrum für schwere Handverletzungen (FESSH akkreditiert), berufsgenossenschaftlich zugelassen

Behandlungsschwerpunkte

  • Wiederherstellung von äußerer Form und Funktion nach schweren Unfällen, Verbrennungen oder Tumoroperationen
  • Gesamtes Spektrum der Handchirurgie mit Versorgung schwerer Weichteil-, Knochen- oder Gelenkverletzungen, Unfallspätfolgen und rheumatisch-degenerativer Erkrankungen
  • Wiederherstellung bei Nervenlähmungen im Gesicht oder an den Extremitäten
  • Plastische Chirurgie bei angeborenen Fehlbildungen
  • Ästhetische und wiederherstellende Brustchirurgie sowie ästhetische Operationen bei Formstörungen
  • Körperformende Operationen bei starkem Übergewicht (Adipositas)

Ein medizinisches Fachgebiet, das weit über die „Schönheitschirurgie“ hinausgeht

Die Plastische Chirurgie ist ein Teilgebiet der allgemeinen Chirurgie. Plastische Chirurgen beheben Defekte am gesamten Körper, die aufgrund von Missbildungen, unfallbedingten Gewebeverlusten, Tumorentfernungen, Verbrennungen oder anderen Ursachen entstanden sind. Aber auch die Funktionswiederherstellung nach Nervenschäden bei Lähmungserscheinungen der Extremitäten oder des Gesichts gehört zum Fachbereich der plastischen Chirurgie. Die plastische Chirurgie stellt damit ein vielfältiges chirurgisches Fachgebiet dar, das die Bereiche Handchirurgie, rekonstruktive Chirurgie, Verbrennungschirurgie und auch ästhetische Chirurgie in sich vereint, denn Form und Funktion von Körperteilen bilden eine Einheit, sodass bei jeder Operation auch das ästhetische Ergebnis zählt. Die Ästhetische Chirurgie dient jedoch ausschließlich den kosmetischen Korrekturen, die der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes dienen. Das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie kann in die vier folgenden Gebiete eingeteilt werden:

Ästhetische Chirurgie

Ein gepflegtes Äußeres und gutes Aussehen spielen in unserer Gesellschaft heute eine wichtige Rolle, denn mit gutem Aussehen eng verbunden ist Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. Die ästhetische Chirurgie stellt Patienten daher unterschiedlichste Methoden und Möglichkeiten zur Verfügung, ihr Äußeres zu verändern und ihr Selbstwertgefühl dadurch zu stärken. Fettpolster an verschiedenen Körperstellen, Falten im Gesicht oder eine übergroße Nase führen zu Unzufriedenheit und Depression. Die ästhetische Chirurgie bietet hier moderne, schonende Operationsmethoden zur Abhilfe an. Im Mittelpunkt stehen dabei der Wunsch des Patienten und eine eingehende Beratung, sodass am Ende ein für alle Seiten zufriedenstellendes Behandlungsresultat erreicht wird.

Wiederherstellende Chirurgie

Die rekonstruktive oder wiederherstellende Chirurgie befasst sich, wie der Name sagt, mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Unfällen, Tumoroperationen oder Missbildungen. Basis dieser chirurgischen Disziplin ist die Verpflanzung von gesundem körpereigenem Gewebe oder eines Implantats an eine Körperstelle, an der ein Defekt besteht. Um eine derartige Gewebeverpflanzung durchführen zu können, muss der Chirurg über hinreichende Kenntnisse in der Anatomie des menschlichen Körpers, über die Durchblutung, die Gefäßarchitektur und die verschiedenen Qualitäten der Gewebe verfügen. So kann er mithilfe mikrochirurgischer Techniken große Hautareale unter Einschluss von Fettgewebe, Muskeln und Knochen aus einer Körperregion entnehmen und an einer anderen wieder einsetzen. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, gelähmte Gesichtsmuskeln zu ersetzen oder große Knochendefekte zu überbrücken.

Verbrennungschirurgie

Hauptaufgabe der Verbrennungschirurgie ist die akute und intensive Behandlung von Brandopfern. Hierbei steht zunächst der Erhalt der lebenswichtigen Körperfunktionen im Vordergrund und erst nach der Stabilisierung des Patienten die Wiederherstellung der verletzten beziehungsweise zerstörten Körperareale. Ähnlich wie in der wiederherstellenden Chirurgie werden dabei auch in der Verbrennungschirurgie Verpflanzungen von kleineren oder größeren Hautarealen nach Verbrennungen, Verätzungen oder Verbrühungen vorgenommen. Aber auch Folgezustände nach derartigen Verletzungen, die eine langwierige konservative Behandlung erforderlich machen, und mikrochirurgische Eingriffe nach Narbenbildungen gehören zu den Aufgaben der Verbrennungschirurgie.

Handchirurgie

Die Hand zählt zu den wichtigsten Werkzeugen unseres Körpers, doch die Hände agieren meist ungeschützt und sind entsprechend verletzlich. Die Vielzahl an hochentwickelten Funktionen, die unsere Hände uns bieten, ist nur durch das perfekte Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen möglich, sodass zum Behandlungsspektrum eines Handchirurgen nicht nur die Hand, sondern der gesamte Arm gehört. Die dabei verwendeten OPTechniken entstammen der plastischen Chirurgie, sodass bei Planung und Durchführung handchirurgischer Operationen stets gewebeschonend und mikrochirurgisch operiert wird. So lassen sich feinste Arterien, Venen, Nerven und auch Lymphgefäße rekonstruieren und abgetrennte Finger ebenso wieder replantieren.