Familienrecht

Persönliche Begleitung der Mandanten

Von Peter Schwolow, Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Peter Schwolow

Familienrecht ist eines der sensibelsten Rechtsgebiete überhaupt. Meist sind höchstpersönliche Bereiche betroffen, die dem Anwalt offenbart werden müssen. Es ist ein Anliegen der Rechtsanwälte für Familienrecht, jedem Mandantem in Ruhe und ohne Zeitdruck zur Verfügung zu stehen und sie von der Trennung bis zur Scheidung ihrer Ehe als Anwalt, Ansprechpartner und Vertrauter zu begleiten sowie ihre Rechte aufgrund großer und langjähriger Erfahrung und Spezialisierung bestmöglich zu vertreten. Dabei wird in erster Linie versucht, möglichst außergerichtliche Lösungen zu finden, um der Mandantschaft somit einen „Rosenkrieg“ durch die Instanzen samt der damit verbundenen, meist enormen Mehrkosten zu ersparen. Gerade wenn gemeinsame Kinder existieren, soll erreicht werden, dass die Eheleute/Eltern auch trotz einer Scheidung noch miteinander sprechen können, sodass die Basis für einen vernünftigen Umgang miteinander erhalten bleibt und sie somit bezüglich der für die Kinder zu treffenden Entscheidungen weiterhin zusammenwirken können. Selbstverständlich werden aber Mandanten, wenn solche Bemühungen letztlich scheitern sollten, vor Gericht mit allem Engagement und dem dann konsequent verfolgten Ziel, deren Ansprüche durchzusetzen, vertreten.

Gesetzliche Neuerungen im Familienrecht

Familienrecht ist aber auch ein sehr wandelbares Recht, wie unter anderem gerade die seit dem 1. September 2009 in Kraft getretenen, einschneidenden gesetzlichen Neuregelungen deutlich machen. So wurden – um nur einige Beispiele zu nennen – beim Zugewinnausgleich die Rechte des ausgleichsberechtigten Ehegatten gestärkt, gegen Vermögensverschiebungen im Trennungsjahr sind gesetzliche Vorkehrungen getroffen worden, Schulden, die in die Ehe eingebracht und während der Ehe a bbezahlt wurden, erhöhen nach neuem Recht das Endvermögen und der Tag der Zustellung des Scheidungsantrags ist nicht nur für die Berechnung des Endvermögens, sondern auch für die Höhe der Ausgleichsforderung maßgeblich. Wesentliche Neuerungen gibt es beim Versorgungsausgleich und bereits seit Januar 2008 im Unterhaltsrecht.

Mit Inkrafttreten des FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit) gab es zahlreiche einschneidende Neuerungen wie beispielsweise die Einführung des sogenannten „großen Familiengerichts“. Dieses ist seither unter anderem für alle Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung zuständig, fördert die Schlichtung gerichtlichen und außergerichtlichen Streits und kann für Verfahren, die Kinder und Jugendliche betreffen, diesen einen Verfahrensbeistand zur Seite stellen. Das FamFG weist dem Familiengericht das zu, was früher Aufgabe des Vormundschaftsgerichts war. Zudem wurde das Rechtsmittelsystem neu strukturiert. Den Beteiligten wird durch die Rechtsbeschwerde erstmals in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit der unmittelbare Zugang zum Bundesgerichtshof eröffnet. Die Beschwerde gegen gerichtliche Entscheidungen ist generell befristet, wobei die Frist an übliche Regelungen angepasst ist.

Solche Änderungen bedeuten für die Rechtsanwälte für Familienrecht schnellstmögliche Einarbeitung in die neue Rechtslage und intensive Vorbereitung auf die damit entstehenden, neuen rechtlichen Konstellationen, um die Mandantinnen und Mandanten rechtzeitig über die neue Rechtslage beraten und durch frühzeitiges Handeln vor sonst drohendem Schaden bewahren zu können.

Rechtsanwälte Schwolow & Collegen
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