Prothesen

Prothesen – fast unsichtbare Unterstützung zum Anfassen

Von Butz & Schulz

Leichtbautechniken ermöglichen viel Flexibilität und Handlungsfähigkeit

Mobilität ist für jeden Menschen der Schlüssel zu einem aktiven, erfüllten Leben. Beim Eintreten eines Handicaps, wie nach einem Unfall oder einer Krankheit, ist es daher enorm wichtig, wieder mobil zu werden. Nach einer Amputation hat der Handicap- Patient erst einmal größere Sorgen als in Katalogen nach den vielfältigen Möglichkeiten einer passenden Prothese zu suchen. Für diese Aufgabe gibt es Orthopädietechniker, die diverse Techniken und Materialien vorschlagen, um Funktionalität und Aussehen zu gestalten. Nur so kann die Prothese ein optimales Körpergefühl garantieren.

Der Wunsch des Patienten ist wichtig

Jede Prothesenversorgung beginnt mit einem persönlichen Beratungsgespräch, indem der Wunsch des Patienten erfragt wird. Jeder Mensch hat laut Bundessozialgericht ein Recht auf den Ausgleich seiner Behinderung, allerdings muss der funktionelle Vorteil auch genutzt werden. Manchmal setzt die Aufgabe des Orthopädietechnikers schon vor der Operation an: Bei einer Amputation, auf die sich der Patient vorbereiten kann, ist der Orthopädietechniker bei der Operation bereits dabei. Dies erleichtert die optimal Anpassung der Prothese.

Der Orthopädietechniker unterteilt bei der Auswahl des passenden Prothesensystems in vier Mobilitätsgrade (MG). Der Patient soll:

  • eine ebene Gehstrecke mit einer stark eingeschränkten Dauer im Innenbereich bewältigen (MG 1),
  • eine begrenzte Gehstrecke bei geringer Gehgeschwindigkeit und niedrige Hindernisse wie Bordsteine, Stufen oder Bodenunebenheiten im eingeschränkten Außenbereich bewältigen (MG 2),
  • sich ohne Einschränkung auf freiem Gelände bei mittlerer bis hoher Gehgeschwindigkeit bewegen und dabei die meisten Umwelthindernisse bewältigen (MG 3),
  • sich uneingeschränkt bewegen; besondere Belastungen bei sportlicher Aktivität können uneingeschränkt bewältigt werden (MG 4).

Das Anfertigen einer Prothese beginnt mit einer eingehenden Analyse, Messungen und einer exakten Körperkartografierung. Die individuell angepasste Prothese sollte optimal an das Profil des Patienten angepasst sein und seinen Bedürfnissen entsprechen. Beispielsweise sind Oberschenkelprothesen mit einem elektronischen, mikroprozessorgesteuerten Kniegelenk in der Lage, Stabilität und Beweglichkeit des betroffenen Beins bis zu 100 Prozent wiederherzustellen. Energierückgebende Unterschenkelprothesen können durch die Vakuum- Gelschaft-Technik dem Nutzer ein direktes, individuell abgestimmtes Boden- und Laufgefühl vermitteln. Damit wird sogar Intensivsport wieder möglich. Es gibt aber auch Unterschenkelprothesen mit Schafttechnik in konsequenter Leichtbautechnik für den normalen täglichen Gebrauch. Die Dynamik des Fußsystems wird für den Betroffenen speziell ermittelt und kann dann für den Außenstehenden unsichtbar in die formschöne, natürliche Unterschenkelkosmetik integriert werden. Diese Beinprothese wird mit normalem, im Fachhandel erhältlichem Schuhwerk gelaufen.

Eigene Akzeptanz wichtig

Entscheidend ist die Akzept anz der Prothese durch den Patienten selbst. Für den Gewöhnungsprozess spielen mehrere Faktoren wie die Amputationsursache, die Erkrankung und der Heilungsprozess eine Rolle. Orthopädietechniker haben heute die Möglichkeit, Beweglichkeit, Flexibilität und Handlungsfähigkeit zurückzugeben, ohne dass Prothesenträger vom Umfeld als solche wahrgenommen werden.

Ein Korsett lässt immer noch Platz für die Wünsche des Patienten
Korsett

Rückenschmerzen gelten als weithin verbreitete Volkskrankheit in Deutschland. Eine verkrümmte Wirbelsäule (Skoliose) kann dauerhafte Probleme bereiten. Mit einem Korsett als stabile Stützkonstruktion bekommt der Rücken wieder Halt. Ziel einer Therapie ist es, das fortschreitende Verkrümmen zu...

Von Butz & Schulz

Butz & Schulz
Butz & Schulz
Untere Bahnhofstraße 44
82110 Germering
Telefon: 089 - 13959420