Photovoltaik

Drohnen helfen bei der effektiven Wartung von Photovoltaikanlagen

Von Peter Haimerl, Geschäftsführer Iliotec GmbH

Defekte Dioden, Hotspots, beschädigte Wechselrichter oder Anschlussprobleme können zu erheblichen Leistungseinbußen bei Photovoltaikanlagen und in der Folge zu finanziellen Verlusten für den Betreiber führen. Um Schäden an einer Solaranlage zu erkennen, ist es heute möglich, Flugdrohnen einzusetzen.

Mit hochauflösenden High-End-Infrarotkameras wird die Anlage mithilfe von Thermografie überprüft. Parallel dazu werden Aufnahmen mit einer hochauflösenden Digitalkamera gemacht, sodass man jedes Thermografiefoto auch noch in Realfarben ansehen kann. Auf diese Weise kann man bei Hotspots schnell erkennen, ob es sich um eine defekte Zelle oder nur um eine Verschmutzung der Glasoberfläche handelt.

Anderen Prüfverfahren deutlich überlegen

Die Kosten rechnen sich schnell, wenn man bedenkt, zu welchen Einnahmeverlusten Defekte einer PV-Anlage über die Laufzeit führen können. Es ist möglich, Objekte jeder Größe zu kontrollieren – von großen industriellen Solarfeldern bis zu Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern. Von einer Gesamtansicht aus großer Höhe bis zum Anfliegen einzelner Module ist mit einer Flugdrohne alles möglich. Die Drohne ist überall dort sehr effizient, wo auf einer größeren Fläche viele Module überprüft werden sollen. Tritt beispielsweise bei einer Solaranlage auf dem Dach eines Bauernhofs ein Problem auf, wäre es zu aufwendig, die Module mit einem Messgerät einzeln zu messen. Da bei Fehlern in Photovoltaikmodulen hohe Temperaturdifferenzen von 10 bis 20 °K (= °C) auftreten, eignet sich die Thermografie hierfür dagegen ideal.

Herkömmliche Prüfverfahren für Photovoltaikanlagen schneiden im Vergleich zu einem Drohnenüberflug deutlich schlechter ab: Hebebühnen und Gerüste bieten nur einen niedrigen Blickwinkel und machen zudem eine temporäre Abschaltung erforderlich, Gerüste bedeuten einen langwierigen Transport und einen aufwendigen Aufbau, bei Hebebühnen ist die schlechte Befahrbarkeit der Anlage problematisch. Die Photovoltaikthermografie mittels Copter dagegen ist berührungslos und findet im laufenden Betrieb der PV-Anlage statt. Ein Einsatz ist ohne weitere Vorbereitung möglich. Die Drohne kann stabil in der Luft stehen, Blickwinkel und Distanz zu den Solarpaneelen können ideal eingestellt werden. Sowohl Dachanlagen als auch fest aufgeständerte sowie nachgeführte Anlagen können so überprüft werden.

Gewährleistungsansprüche durch regelmäßige Wartung sichern

Schon bei der Installation können so defekte Module entdeckt und Garantieleistungen rechtzeitig beantragt werden. Dabei kann es sich um Herstellungsmängel, aber auch um Transportschäden handeln. Jede kleine, mittlere oder größere Photovoltaikanlage sollte mindestens einmal pro Jahr geprüft werden. Auch im laufenden Betrieb ist es wichtig, die Effizienz der Gesamtanlage sicherzustellen und defekte Module auszutauschen. So können technische Defekte, aber auch Witterungsschäden instand gesetzt werden. Auch um Gewährleistungsansprüche gegenüber den Herstellern geltend zu machen, empfiehlt es sich, eine PV-Anlage überprüfen zu lassen. Eine Inspektion ist nicht zuletzt für Unternehmen interessant, die den Gebrauchtkauf eines Solarparks beziehungsweise einer PV-Freiflächenanlage in Betracht ziehen.

Iliotec GmbH
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