Gebäudemanagement

Wartung ist Vertrauenssache

Von Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Marion Hiller, Gesellschafterin der TEGRA Gebäudemanagement GmbH & Co. KG

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Marion Hiller, Gesellschafterin der TEGRA Gebäudemanagement GmbH & Co. KG

Die Wartung von Heizungs- und Lüftungsanlagen ist vor allem eine Reinigungsund Pflegetätigkeit – und diese benötigt Zeit. Genauso wenig wie man ein Auto in zehn Minuten innen und außen aufbereiten kann, können Heizungs- und Lüftungsanlagen in dieser Zeit gewissenhaft gewartet werden. Doch mehr als diese kurze Zeitspanne können Billiganbieter nicht investieren. Hausherren begegnen dieser Problematik oft zu sorglos. Gern entscheidet man sich für den Anbieter mit dem günstigsten Angebot und hofft das Beste. Zusatzkosten durch Störungen und Ausfälle der Heizungs- und Lüftungsanlagen werden der mangelhaften Wartung nur selten angelastet. Die Frage, ob eine günstige Wartung unter Preis- und Zeitdruck ihren Aufgaben ohne Qualitätsverlust noch gerecht werden kann, erübrigt sich vor allem, wenn man sich die Liste der Funktionen einer gründlichen Wartung genauer ansieht.

Die Aufgaben einer Wartung

Das oberste Ziel einer Wartung ist es, Wirtschaftsgüter zu erhalten und für einen reibungslosen Betrieb einer Anlage zu sorgen. Des Weiteren dient sie dazu, einen hygienisch einwandfreien Zustand herzustellen und einen energetisch optimierten Betrieb zu gewährleisten. Auch die Prüfung sicherheitsrelevanter Bauteile ist ein wichtiger Bestandteil einer gewissenhaften Wartung. Alles miteinand er soll die Lebenszeit einer Anlage verlängern und damit dem Betreiber auf lange Sicht Kosten sparen.

Um dies alles sicherzustellen, sollten bei einer qualitativ hochwertigen Wartung unbedingt mindestens folgende Tätigkeiten ausgeführt werden:

  • Entfernen von Verschmutzungen und Ablagerungen
  • Pflegen beweglicher Teile durch Öle und Fette
  • Präventives Austauschen von Verschleißteilen, um Störungen zwischen den Wartungsintervallen vorzubeugen
  • Testen der Funktionen der Anlage und Aufspüren von Fehlfunktionen
  • Messen und Protokollieren der Abgaswerte und Stromaufnahmen
  • Prüfen sicherheitsrelevanter Komponenten, wie Brandschutzeinrichtungen
  • Kontrollieren der Anlage auf äußere Beschädigungen wie defekte Isolierungen, kleine Undichtigkeiten und Ähnliches
  • Prüfen der Anlage auf das ausreichende Vorhandensein von Medien wie Füllwasser. Medien gegebenenfalls nachfüllen.
  • Tauschen und Reinigen der Filter
  • Im Rahmen der Wartung prüfen, ob die Anlage den aktuellen Richtlinien entspricht und in welchem Umfang die Richtlinien im Bestand erfüllt werden müssen.

Das Wartungsprotokoll

Sämtliche Tätigkeiten der Wartung werden protokolliert und Auffälligkeiten vermerkt. Damit können durch eine sorgfältige Wartung Schwachstellen in der Anlage aufgefunden und über das Protokoll angezeigt werden. So können beispielsweise Ursachen für zu starke Verschmutzungen frühzeitig erkannt und mit Gegenmaßnahmen wie einem häufigeren Filterwechsel oder dem Einsetzen einer anderen Filterqualität Missstände umschifft werden. Ein Stillstand oder größere Schäden sind so vermeidbar. Energiefresser können folglich einfacher aufgedeckt und rechtzeitig beseitigt werden.

„Katzenwäsche“ verursacht Mehrkosten

Nur eine sorgfältige und intensive Wartung vermag diese Aufgaben zu erfüllen. Wird sie im Schnelldurchgang ausgeführt, kann sie den Funktionen einer Anlage nicht ausreichend gerecht werden und verursacht im schlimmsten Fall Mehrkosten. Eine „Katzenwäsche“ kommt dem Betreiber deshalb unterm Strich teurer als eine sorgfältig durchgeführte, zeitintensive und erstklassige Wartung. Und diese kann nicht signifikant günstiger sein als ihr qualitativ hochwertiges Pendant.

Die Qualität einer Wartung kann deshalb nicht am Preis gemessen werden. Sie beruht auf Vertrauen und Genauigkeit des Dienstleisters. Gerade der Kundendienstmonteur muss seine geschulten Sinne aufmerksam einsetzen, um Missstände an einer Anlage aufzudecken. Diese Aufmerksamkeit geht unter Zeitdruck verloren. Es empfiehlt sich also, zu Beginn eines Anlagenbetriebs ein paar Euro mehr zu investieren, als in der Folge mit unverhofften Mehrkosten konfrontiert zu werden.

TEGRA Gebäudemanagement GmbH
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