Kardiologie/Internist

Die Kardiologie – eine Herzensangelegenheit

Von Dr. med. Ulrich Ziessnitz

Dr. med. Ulrich Ziessnitz

Herzerkrankungen – die häufigste Todesursache

Die Kardiologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, bei der die Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des Herzens, des Herz-Kreislauf-Systems und der herznahen Gefäße im Vordergrund stehen. In Deutschland sind Herzerkrankungen die häufigste Todesursache, weit vor der zweithäufigsten Todesursache, den Krebserkrankungen.

Störungen des Herzens

Störungen des Herzens können in vielfältiger Form auftreten:

  • angeborene Herzfehler,
  • erworbene Herzfehler (zum Beispiel Entzündungen),
  • Herzgefäßerkrankungen,
  • Herzmuskelerkrankungen und
  • Herzrhythmusstörungen.

Diese Erkrankungen können isoliert oder auch gemeinsam vorhanden sein.

Teamwork

Nicht immer sind Beschwerden eindeutig dem Herzen zuzuordnen. Dies macht deutlich, wie wichtig fachgerechte Untersuchungen und eine individuelle Behandlung durch verschieden geschulte Spezialisten neben dem Bindeglied der hausärztlichen Betreuung sind.

Diagnostik und Therapie

Immer mehr und differenziertere Methoden der Diagnostik (EKG, Ergometrie, Echo, Stressecho, Herzkatheter, NMR, CT und elektrophysiologische Untersuchungen) sowie Möglichkeiten der Therapie (Ballon, Stents, Bypass-OP, Ablation von Herzrhythmusstörungen und Schrittmacher, Defibrillatoren-Behandlung) stehen uns heute – einander ergänzend – zur Verfügung und tragen zur Erhöhung der Lebenserwartung deutlich bei. Der Kardiologe versucht, durch die beste Auswahl an Untersuchungen und Therapien Ihrem Herzen zu helfen.

Selbstauflösende Stents

Wenn Herzkranzgefäße verkalken und sich verschließen, kommt es zu einem Herzinfarkt. Um dem vorzubeugen, setzte man bislang häufig auf Stents aus Metall, die – ähnlich einem Rohrgeflecht – dafür sorgten, die Engstelle im Gefäß offen zu halten und den Blutfluss zum Herzen zu gewährleisten. Seit zwei Jahren gibt es eine zusätzliche Stentlösung: Stents aus Milchsäure. Nach Monaten, wenn das Gefäß wieder stabil ist, beginnen sie, sich aufzulösen. Es bleibt also kein Fremdkörper zurück.

Risikofaktoren frühzeitig behandeln

Risikofaktoren wie genetische Veranlagung, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung, arterielle Hypertonie, Adipositas und Rauchen sollten schon frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Dr. Ulrich Ziessnitz und Dr. Joannis Varelas
Dr. Ulrich Ziessnitz und Dr. Joannis Varelas
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