Chirurgie/Handchirurgie

Unsere Hände – anatomische Meisterwerke, die meisterlich behandelt werden müssen

Von Dr. med. Ulrich Bartelmann, Handchirurg

Dr. Ulrich Bartelmann, Handchirurg

Die Hand ist Teil unserer Persönlichkeit

Durch perfekt aufeinander abgestimmte Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven wird unsere Hand zu einem einzigartigen Instrument. Ja, man kann die Hand als einen „Geniestreich der Evolution“ (F. R. Wilson 2000) bezeichnen. Der Verlust der Hand oder der Funktion der Hand bedeutet mehr als der Verlust dieses unvergleichlichen Arbeitsinstrumentes, mehr als eine körperliche Verstümmelung, er bedeutet eine erschreckende Beeinträchtigung der menschlichen Persönlichkeit.

Darum ist es die verantwortungsvolle Aufgabe des Handchirurgen, dem Menschen dieses kostbare Kleinod mit allen Mitteln zu erhalten, nichts un- nötig zu opfern und keine Mühe zu seiner Wiederherstellung zu scheuen (nach W. Wachsmuth, Chirurg, Würzburg 1972).

Entwicklung der Handchirurgie

Die Hand besteht aus feinen Strukturen, wie kleinen Knochen, Gelenken, Bändern, Sehnen, Muskeln, Nerven und Blutgefäßen, und wird vom Hautweichteilmantel umschlossen. Alle diese Strukturen können erkranken oder verletzt werden. Die komplizierte Anatomie und Funktion der Hand führte dazu, dass sich die Handchirurgie in den letzten drei Jahrzehnten zu einem eigenständigen Fach entwickelt hat. Ausgebildete Handchirurgen befassen sich mit der operativen Behandlung von Verletzungen, Verletzungsfolgen, Erkrankungen und kindlichen Fehlbildungen der Hand und des Handgelenks.

Große technologische Fortschritte

Die Mikrochirurgie, das gewebeschonende Operieren, neue Erkenntnisse der Biomechanik der Handwurzel, die Entwicklung feiner Implantate und Optiken haben zu Operationstechniken geführt, die es heute in vielen Fällen ermöglichen, die Funktion der Hand nach Verletzungen oder Erkrankungen wiederherzustellen. So ist es möglich, auch komplizierte Brüche der Handknochen und der Handwurzelknochen durch Verwendung feinster Drähte, Schrauben und Platten zu versorgen. Ebenso lassen sich verletzte Sehnen und Muskeln wiederherstellen.

Verletzte Nerven und Blutgefäße erfordern eine ganz spezielle Operationstechnik, die Mikrochirurgie. Hierbei werden unter starker optischer Vergrößerung (Operationsmikroskop) durch Benutzung feinster, präziser Instrumente die Strukturen zusammengefügt. Die dabei verwendeten Fäden haben die Stärke von etwa einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares.

Beim handchirurgischen Operieren müssen bestimmte Grundsätze beachtet werden. So ist die umfangreiche Kenntnis der komplexen Anatomie der Hand eine der wichtigsten, elementaren Voraussetzungen. Um die diffizilen Strukturen der Hand gut und sicher identifizieren und damit schonen zu können, werden die meisten Operationen in Blutleere durchgeführt. Hierzu wird der Arm mit einer Binde ausgewickelt. Eine Druckmanschette am Oberarm sorgt dann dafür, dass der Arm für die Dauer der Operation blutleer gehalten wird. Die Präparation muss gewebeschonend erfolgen. Das Gewebe muss vorsichtig gehalten werden. Die Operation darf nicht unter Zeitdruck vorgenommen werden.

Patientenschonende Operationsverfahren

Die meisten handchirurgischen Operationen können heute unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Voraussetzung ist eine gesicherte, häusliche Versorgung. Moderne, nach neuestem Standard eingerichtete Tageskliniken und schonende Anästhesieverfahren sorgen dafür, dass der Eingriff für den Patienten so angenehm wie möglich ist.

In vielen Fällen ist nach einer handchirurgischen Operation eine spezielle Handtherapie (Physiotherapie, Ergotherapie) erforderlich. Auch müssen manchmal durch den Ergotherapeuten angefertigte, thermoplastische Schienen angelegt werden. In der Hand- chirurgie ist die Zusammenarbeit von Operateur, Handtherapeut, zuweisendem Arzt und natürlich dem Patienten besonders wichtig.

Komplexe Strukturen verlangen erfahrene Spezialisten
Chirurgie/Handchirurgie

Das Handgelenk ist eines der kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Es besteht aus der Speiche, der Elle, der Handwurzel, den Mittelhandknochen und dem ellenseitigen Faserknorpelkomplex (Diskus). Eine Vielzahl kleiner Gelenke ermöglicht ein differenziertes Bewegungsmuster. Die...

Von Dr. Ulrich Bartelmann, Handchirurg

Praxis für Handchirurgie Dr. med. Ulrich Bartelmann
Praxis für Handchirurgie Dr. med. Ulrich Bartelmann
Im Gewerbepark C 27
93059 Regensburg
Telefon: 0941 - 5862552